Der Küstencoach

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"Auch an Leidenswegen stehen Brücken." (Fred Ammon)


15. September  -  knapp 6 Monate seit dem Beginn des Lockdowns im März 2020. In den vergangenen Monaten hat sich die Welt, und damit auch die Menschen in ihr, verändert. Die Folgen des sozialen Rückzugs, der Vermummung der Gesichter, der gegenseitigen argwöhnischen Beobachtung, und letztlich und vor allem der fehlenden Zukunftsperspektive treten allmählich, aber stetig steigend zu Tage.


In unseren Coaching-Praxen treffen meine Frau (www.coach4kidz.de) und ich immer häufiger auf Menschen, die unter den aktuellen Umständen leiden.


Kinder nässen nach Jahren des Erfolgs wieder vermehrt ins Bett, haben Angst draußen zu spielen, weil sie sich dort infizieren und Mama und Papa anstecken könnten, die dann sterben (Elternberichte)(auch hier). Sie werden aggressiver oder ziehen sich in sich zurück. Sie sitzen stundenlang vor Bildschirmen (Mobile, TV, PC, Tablet) und stumpfen ab. Ihr Erleben sinkt auf einen Bruchteil dessen zurück, was vor Lockdown und Masken ihr Leben bestimmt hat.



Und die Erwachsenen? Sie werden vermehrt getrieben von Ängsten: vor der Zukunft, vor den Mitbürgern, vor dem omnipräsenten Virus. Sie verlieren den Halt, weil sich die Orientierungspunkte ihres Lebens auflösen. Wie soll ein Schiff Kurs halten, wenn die vertrauten Leuchtfeuer und Bojen zerstört werden? Orientierungslosigkeit. Die sozialen Folgen erleben diese Menschen als dramatische Veränderungen ihrer Alltagsstruktur. Home-Office, Abstand halten, Ausgrenzung aufgrund unterschiedlicher Meinungen, sinkende Kontakte im Privaten. Als soziale Wesen mit einem hohen Bedürfnis nach Wahrnehmung und Anerkennung verkümmern auf diese Weise langsam unsere Seelen. Bereits jetzt liegen offizielle Statistiken vor, die eine erhöhte Selbstmordrate insbesondere in Großstädten nachweisen.


Und dennoch: Auch an Leidenswegen stehen Brücken. 

Es bedarf oftmals nicht viel, um eine andere Perspektive auf einen vermeintlich niederschmetternden Aspekt im Leben einnehmen zu können. Aus dieser Perspektive heraus ergeben sich dann neue Zuversicht in die Zukunft und eine Entspannung im Umgang mit dem betreffenden Aspekt. Dabei geht es nicht um eine Verklärung der Dinge, sondern um die Annahme einer anderen, möglichst positiveren Sicht.


Auch Ängste müssen keinesfalls hingenommen werden. Ihre Folgen sind so fatal für uns Menschen, dass Ängste auf jeden Fall aktiv bekämpft werden sollten. Sie lähmen uns, sie ernähren sich von sich selbst und steigern sich schlimmstenfalls immer weiter. Ängste verzerren die Realität und unser ursprüngliches Wesen.


Lassen Sie nicht zu, dass diese Krise und die daraus entstehenden Veränderungen Ihres Lebens Sie so sehr gefangen nehmen, dass Sie verzagen, mut- oder kraftlos werden. Der Weg über die Brücke auf die positivere Seite des Flusses ist nicht so lang und beschwerlich, wie man meinen könnte.


Wenn Sie sich hier angesprochen fühlen, starten Sie doch mit einem unverbindlichen Anruf. Wenn SIE den Willen haben, etwas an Ihrer jetzigen Situation zu ändern, und ICH die Möglichkeiten dafür bieten kann, ist Ihre persönliche Brücke schon zum Greifen nah.